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Leben mit Büchern

Schlagwort: Kriminalroman

Mit Maigret an die französische Atlantikküste

Meine letzte Begegnung mit Georges Simenons Kommissar Maigret ist lange her. Sehr lange. Zugegeben, ich habe mich damals auch ein wenig gelangweilt. Nun war aber der Alltag so hektisch, dass ich mich nach der Ruhe, die Maigret damals auf mich ausstrahlte, fast sehnte. Und auf dem Cover von Maigret macht Ferien liegen die Segelboote am Strand so wunderbar in der Sonne. Da wollte ich auch hin.

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Tricks und Täuschungen in der Kunstszene

Mit dem Kriminalroman Der Turm der blauen Pferde begibt sich Glauser-Preisträger Bernhard Jaumann in die Kunstszene. Das berühmte gleichnamige Gemälde Franz Marcs gilt seit 1945 als verschollen. Letzter bekannter Besitzer war Hermann Göring. Ist es mit einem seiner Sonderzüge nach Berchtesgaden gelangt?

Nun behauptet Kunstsammler Egon Schwarzer, das Original angekauft zu haben und beauftragt die kleine Münchner Kunstdetektei von Schleewitz herauszufinden, wo sich das Bild während der letzten 70 Jahre befand.
Es folgt eine Spurensuche mit Tricks und Täuschungen allenthalben. In eingeschobenen, kürzeren Kapiteln begleitet der Leser das Bild und seine Wirkung auf die jeweiligen Besitzer, von der Vergangenheit bis in die Gegenwart.

Menschen kommen gewaltsam zu Tode und familiäre Spannungen umtreiben Archivar Max aus der Detektei. Dies erzählt Jaumann mit dem nötigen Ernst. Auf die Kunstwelt schaut er auch mit humorvoller Ironie.

Bernhard Jaumann hat es geschafft, mit Der Turm der blauen Pferde

„[…] Geschichten [zu] erfinden, die elegant über das hinwegsegelten, was man so Wahrheit nannte.“

Mir hat es Spaß gemacht, diesen Kriminalroman zu lesen.

Bernhard Jaumann: Der Turm der blauen Pferde, Galiani Berlin 2019, ISBN der großformatigen Paperback-Ausgabe
978-3-86971-141-6,
der ePub-Ausgabe
978-3-462-31970-5

 

Dem Gewissen verpflichtet

Louise Pennys Romane um Inspektor Gamache, der in der kanadischen Provinz Québec ermittelt, wurden im anglo-amerikanischen Sprachraum mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
Ins Deutsche sind bisher nur die ersten vier Bände übersetzt worden, zu einer Zeit, als die Krimis aus Skandinavien boomten.
Dem Kampa Verlag haben wir es jetzt zu verdanken, dass mit Hinter den drei Kiefern der 13. Fall für Gamache wieder in deutscher Sprache erschienen ist.

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Am Abgrund lässt man gern den Vortritt

Am Abgrund lässt man gern den Vortritt könnte im Herbst 2018 ein Gedanke sein, der einige Akteure der großen Koalition umtreibt. Hier handelt es sich jedoch um den von Jörg Maurer raffiniert formulierten Titel seines zehnten Alpenkrimis.

Seit seinem Erscheinen in diesem Frühjahr wollte ich mir Maurers kabarettistischen Sprachwitz wieder einmal gönnen und habe nun aber ganz gegen meine Gewohnheiten zum Hörbuch gegriffen.

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Ein Kommissar ist auch nur ein Mensch

Zu Allerheiligen besucht Kluftinger mit seiner Familie den Friedhof. Bestürzt entdecken sie ein frisches Grab, darauf ein Holzkreuz mit seinem Namen versehen. Seine Todesanzeige steht kurz darauf in der Zeitung und Sterbebildchen mit Kluftingers Konterfei werden in der Kirche verteilt. Wer hat es auf den Kommissar abgesehen?

Um dies rauszufinden, begleitet der Leser ihn – von Freunden und Fans kurz Klufti genannt – in mit gewohntem Dialogwitz geschriebenen Rückblicken bis in seine Jugendzeit. Man erfährt z.B., wie er seinen Dauerrivalen Dr. Langhammer oder seine Frau kennengelernt hat.

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