Louise Pennys Romane um Inspektor Gamache, der in der kanadischen Provinz Québec ermittelt, wurden im anglo-amerikanischen Sprachraum mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
Ins Deutsche sind bisher nur die ersten vier Bände übersetzt worden, zu einer Zeit, als die Krimis aus Skandinavien boomten.
Dem Kampa Verlag haben wir es jetzt zu verdanken, dass mit Hinter den drei Kiefern der 13. Fall für Gamache wieder in deutscher Sprache erschienen ist.

Armand Gamache, Leiter der Sûreté du Québec, befindet sich an einem sehr heißen Julitag im Zeugenstand, um in dem Fall auszusagen, der sich im bitterkalten November des Vorjahres im Dorf Three Pines zugetragen hat. Three Pines ist für Gamache das behagliche Zuhause, in das er sich bis zum letzten Herbst vor der Gewalt und Kriminalität der Stadt zurückziehen konnte. Einige seiner Bewohner wurden ihm fast zur Familie.
Während Gamaches Aussage blickt er zurück auf die alljährliche Halloween-Party und auf den darauf folgenden Morgen, als mit der reglos auf dem Dorfplatz stehenden dunklen Gestalt alles scheinbar seinen Anfang nahm.

Ein halbes Jahr später ist Armand Gamache Hauptzeuge der Anklage. Schon länger steht der Chef der Sûreté unter Erfolgsdruck. Die vorsitzende Richterin ist zunehmend irritiert durch sein Auftreten, aber er hat ein großes Ziel fest vor Augen, und um es zu erreichen, setzt er sogar seine Karriere aufs Spiel. In einem furiosen – eher amerikanischen Finale – sogar sein Leben.

Hinter den drei Kiefern ist ein klug geschriebener Kriminalroman mit franko-kanadischer Atmosphäre. Die Handlungsstränge sind brillant miteinander verwoben, die Schauplätze der Geschichte wechseln wie nach einem Filmschnitt.

Subtile Spannung und feinsinniger Humor zeichnen diesen Roman aus.

Mein persönliches Fazit: Ein richtig guter Krimi.

Louise Penny: Hinter den drei Kiefern – Ein Fall für Gamache, aus dem kanadischen Englisch von Andrea Stupf und Gabriele Werbeck, Kampa Verlag 2018, ISBN der kartonierten Klappenbroschur-Ausgabe
978-3-311-12002-5