Leben mit Büchern

Schlagwort: Israel

Ein paar Worte über letztens gelesene Bücher

Tami Hoag: Tödlich ist die Nacht

Jace, Fahrradkurier in L. A., wird gejagt. Erst vom Mörder seines letzten Auftraggebers, dann auch noch von der Polizei, die ihn für den Täter hält.
Flotte Story aus dem Jahr 2005 nach amerikanischer Thrillerschule, bei der die Leserin kaum Zeit hat, über mögliche Ermittlungsfehler nachzudenken.

Übersetzer:innen: Gabriele Werbeck, Andrea Stumpf
Aufbau Digital
2025
ISBN des E-Books
978-3-8412-3698-2

 

Daniel Woodrell: In Almas Augen

Schon auf der ersten Seite des Romans wird Alma von ihrem Enkel erzählerisch grandios vorgestellt. Danach fächert er die Geschehnisse um die Explosion in der Arbor Dance Hall 1929 in einem kleinen Ort in Missouri auf, bei der Almas Schwester Ruby und 41 weitere Menschen starben und die noch Generationen danach belastet.
Daniel Woodrells ausdrucksstarke Erzählweise ist stimmungsvoll, atmosphärisch dicht und poetisch. Das Lebensgefühl während der Großen Depression schwingt in fast jeder Zeile mit und hallt nach.

US-amerikanische Literatur, die ein paar Worte mehr wert ist.

Aus dem Englischen von Peter Torberg
Verlagsbuchhandlung Liebeskind 2014
ISBN der gebundenen Ausgabe
978-3-95438-021-3

 

Roman Voosen und Kerstin Signe Danielsson: Später Frost
Der erste Fall für Ingrid Nyström und Stina Forss

Ein Schwedenkrimi von 2012, der im Jerusalem des Jahres 1948 seinen Ausgangspunkt hat und eine Geschichte erzählt, die zwar nicht durch unbändige Spannung besticht, dafür aber interessant ist und bei der am Ende manch eine Figur überrascht.

Kiepenheuer & Witsch 2012
ISBN der kartonierten Ausgabe
978-3-462-04449-2

Der neue Staat oder eine unendliche Geschichte

Im Mai 2021 flogen wieder Raketen über Israel und Palästina. Seit Jahrzehnten leiden unzählige Araber und Juden, die oftmals friedlich miteinander leben oder arbeiten, unter den Angriffen der Extremisten beider Seiten.
Was dieser Dauerkonflikt sowie Flucht und Vertreibung für die Menschen bedeuten und wie Geschichte in Familien vererbt wird, zeigt Claire Hajaj in ihrem zutiefst emotional erzählten Roman Ismaels Orangen.

Palästina 1948. Das Leben ist mindestens kompliziert geworden. Es gab eine „Zeit als sie noch Freunde hatten sein dürfen.“  Der siebenjährige Salim, Sohn eines palästinensischen Orangenzüchters, Masen, dessen Vater einer der obersten Richter von Jaffa ist und Elia, arabischer Jude, dessen Mutter „mit den weißen Juden nach Palästina gekommen“ war.
Jetzt ist Krieg, es wird immer gefährlicher und die meisten Araber verlassen Jaffa. Auch Salims Familie flieht. Das Haus mit der Orangenplantage und den für ihn zu seiner Geburt gepflanzten Baum müssen sie zurücklassen.

Weiterlesen

© 2026 vitaLibris

Theme von Anders NorénHoch ↑

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Webseite sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Webseite ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden. Weitere Hinweise zur Verwendung von Cookies auf dieser Webseite finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Schließen