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Leben mit Büchern

Schlagwort: Gesellschaft

Wissen ist Macht – Nichts zu wissen macht aber nicht nichts

Smudo kocht seinen Spargel in der Spülmaschine (diverse Medien am 17.04.2018), Mathias Opdenhövel ist mit der früheren Background-Tänzerin von Dschingis Khan verheiratet und Slalomläufer Dominik Stehle züchtet Brieftauben (Link zum DSV, zuletzt abgerufen am 10.02.19).
Dies sind für viele Leser*innen sicherlich unwichtige Nachrichten. Obendrein sind sie vor allem falsch.
Die Aufklärung darüber in Inas Nacht vom 23.07.18, (ca. ab 14. Min. Smudo) und vom 22.10.18 (ca. ab 5. Min. Opdenhövel), ist allerdings erfrischend und aufschlussreich. Wurden diese Fake-News doch von Quellen verbreitet, denen Journalisten und Leser hinsichtlich der Richtigkeit der Nachrichten vertrauen: dpa und Munzinger.
Das ZDF reagierte via Facebook und Twitter am 13.01.19 auf den Brieftauben-Scherz des Sportlers auf der Internetseite des DSV. Diese wurde jedoch bis zur Veröffentlichung dieses Beitrags am 10.02.2019 nicht aktualisiert.

Dass mit Fake-News nicht zu Scherzen ist und inwiefern „die Digitalisierung unsere Demokratie gefährdet“, zeigt uns der Medienwissenschaftler und Journalist Stephan Russ-Mohl in seinem Buch über unsere informierte Gesellschaft.
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Familie im Blick

Unbestreitbar ist Leander Scholz in unserer Gesellschaft und im Literaturbetrieb eine Ausnahme. Als Autor schrieb der inzwischen habilitierte Philosoph seine Romane und auch Zusammenleben – Über Kinder und Politik aus einer sehr persönlichen Motivation. Als Vater gehörte er zu den wenigen Männern die Elternzeit über anderthalb Jahre nahmen, während die Frau Vollzeit erwerbstätig war.
Angeregt durch die Zuschriften zu seinem Artikel in der Welt über diese eher ungewöhnliche Vaterrolle und die für ihn daraus resultierende innige Beziehung zu seinem Sohn, entstand dann das vorliegende Buch.

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Hannah Arendt lieber lesen und leben

Weil ich es mir nicht erlauben kann und will, den Samstagmorgen im Bett zu verbringen, habe ich das Interview von Tobias Haberl mit der Piper Verlegerin Felicitas von Lovenberg in der Wochenendausgabe (05./06.01.2019, S. 52) der Süddeutschen Zeitung (auch bezahlt, aber Papierausgabe) erst am Sonntagnachmittag gelesen.
Und auch mir stellten sich natürlich beim Lesen einige Fragen, wie wohl auch Tilman Winterling von 54 Books, die er dann aber im Unterschied zu mir gleich am Sonntag auf 54 Books veröffentlicht hat. Nicht ohne darauf aufmerksam zu machen, dass er „immer ein bisschen Angst“ hat, seine Aufregung darüber „öffentlich zu machen“.
Nun scheint mir aber genau dieses Interview exemplarisch für die momentane Situation im Literaturbetrieb und in weiten Teilen des Journalismus: Aufmerksamkeitsökonomie (Georg Franck, Hanser) um Klicks, Auflage, Reichweite gepaart mit einer Neigung zur Selbstgefälligkeit der etablierten Medien und der damit einhergehenden Entfernung vom lesenden Publikum stehen im Mittelpunkt.

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In Trumps Amerika

Einem breiten Publikum ist Ingo Zamperoni heute als Anchorman der Tagesthemen bekannt und manchem vielleicht auch noch aus seiner Zeit als ARD-Korrespondent in Washington, wo er viele Jahre lebte.

Mir ist seine Dokumentation über Wanderer auf dem Pacific Crest Trail in bleibender Erinnerung. Der Zuschauer erfährt darin, bewegend und immer ganz nah dran an den Beteiligten, wie diese bis an ihre Grenzen gehen müssen.

Nun hat er mit Anderland ein Buch vorgelegt, in dem er ein Jahr nach der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA einen Schadensbericht  – so der Untertitel – abgibt.

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